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Chronik


Vor der Gründung im Jahre 1947

In den meisten badischen Gemeinden begann man in den ersten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts mit dem Aufbau des Feuerwehrlöschwesens. Die Organisation lag bei den Großherzoglichen Bezirksämtern, die Vorschriften für Brandschutz, Anschaffung von Löschgerätschaften und den Aufbau von Löschmannschaften erließen. Bei regelmäßigen Ortsbereisungen überprüften die Bezirksämter auch den Stand der Brandschutzmaßnahmen, übten falls erforderlich auch Kritik und forderten Verbesserungen ein:

  • 1832 empfahl das Bezirksamt Merzhausen, Au, Wittnau, Biezighofen und Sölden die Anschaffung einer gemeinsamen Feuerwehrspitze. Au und Merzhausen zogen sich zurück. Wittnau, Biezighofen und Sölden kauften schließlich für 600 Gulden eine gemeinsame Spritze, für die in Biezighofen ein Raum eingerichtet wurde. Die Spritze stammte von der Firma Bürgelin in Mülheim.
  • 1840 ordnete das Bezirksamt an, das in jedem Huas und bei der Spritze 6 – 8 Löscheimer vorhanden sein mussten. Auch die Anschaffung von Pechpfannen und Pechkranzen wurde vorgeschrieben.
  • 1841 wurde die inzwischen in Söldener Besitz übergegangene Spritze im alten Schulhaus untergebracht, da die Gemeinde ein neues Schulhaus erbaut hatte. Die Spritze stand bis dahin in der Pfarrhofscheuer.
  • 1875 war schon eine organisierte Löschmannschaft vorhanden.
  • 1893 ordnete das Bezirksamt die Anschaffung von zwei eisernen Wasserschapfen und zwei eisernen Wasserbütten an.
  • 1895 wurde die Anlage eines Brandweiers empfohlen.
  • 1905 diente das Untergeschoss des neuen Rathauses als Abstellraum für die Spritze und anderen Gerätschaften.
  • 1908 kaufte die Gemeinde im Zusammenhang mit dem Bau einer Wasserleitung bei der Firma Grether in Freiburg Hydranten Ausrüstungsstücke und einen Schlauchwagen. Dieser Schlauchwagen ist heute noch vorhanden und stellt das älteste Stück der Feuerlöschgerätschaften dar.
  • 1913 verfügte die Gemeinde Sölden über 83 Feuerwehr Männer, die wie folgt eingeteilt waren: Rettungsmannschaft 11 Mann, Leitern Mannschaft 8 Mann, Hydranten- bzw. Wassermannschaft 30 Mann, Spritzenmannschaft 19 Mann, Wachmannschaft 7 Mann und zum Stürmen und fackeltragen 6 Mann, ferner 2 Radfahrer und Feuerreiter.
  • 1924 waren Spritze und Löschgerätschaften im guten Zusatand, so ist es in einem Bericht zu lesen.
  • 1939 war die Löschmannschaft wegen Einberufungen erheblich zusammengeschrumpft, nur noch wenige Männer standen zur Feuerbekämpfung zur Verfügung.
  • 1945 übte die französische Besatzungsmacht starken Druck auf die Gemeinden aus, freiwillige Feuerwehren aufzustellen. Allerdings durften keine ehemaligen Offiziere beteiligt werden.

1947 In der Amtszeit von Bürgermeister Rudolf Kern wurde am 01. März 1947 die erste Freiwillige Feuerwehr in Sölden gegründet. Neben Franz Natterer II als Kommandant gehörten der Wehr noch an: Karl Kern, Josef Burgert, Albert Gerteiser, Johann Heine, Erwin Hoch, Adolf Hog, Franz Natterer, Adolf Scherer, Josef Trescher und Franz Vetter.

  • 1950 wurde Albert Gerteiser neuer Kommandant
  • 1952 waren bereits 18 Männer in der Feuerwehr. Sie mussten sich noch mit den alten Löschgerätschaften begnügen, für Neuanschaffungen fehlte das Geld.
    Bürgermeister Johann Heine setzte sich in seiner Amtszeit (1957-1969) intensiv für die Neuorganisation der Wehr und die Anschaffungen der notwendigen Ausrüstungen eine. Ein Brandweier wurde errichtet, das Feuerwehrhaus neben dem Rathaus wurde errichtet, eine TSA 8 Motorspritze und eine komplette Ausrüstung wurde für die Wehr angeschafft. Auch die ersten Uniformen wurden gekauft.
  • 1962 nahm beim Kreisfeuerwehrtag in Pfaffenweiler zum ersten Mal eine Söldner Gruppe mit einem TSA an einem Wettkampf teil.
  • 1970 wurde Bürgermeister Johann Heine für seine Verdienste um die Feuerwehr mit der „silbernen Ehrennadel“ des Feuerwehr Verbands von Baden Württemberg ausgezeichnet. Albert Gerteiser war im selben Jahr als Bürgermeister gewählt worden. Er gab sein Amt als Kommandant ab. Sein Nachfolger wurde Albert Bleichner.
    Der Gemeinderat ernannte Albert Gerteiser zum Ehrenkommandanten. Auch Albert Gerteiser setzte sich in seiner Amtszeit intensiv für die Belange der Feuerwehr ein.
  • 1971-1972 wurde das Feuerwehrgerätehaus erweitert. Nach dem Erdaushub 1972 konnte am 4.September der Dachstuhl aufgeschlagen werden. Ende Dezember übergab der Bürgermeister Albert Gerteiser den Schlüssel für die Erweiterungsbau dem Kommandanten Albert Bleichner. 1117 Stunden eigenleistunghatten die Feuerwehrmänner eingebracht; außerdem hatten noch weitere Bürger geholfen.
  • 1972 schaffte die Gemeinde ein neues Löschfahrzeug LF8TS an, ds am 10.September 1972 im Rahmen des 25jährigen Jubiläums der Söldener Feuerwehr feierlich von Herrn Pfarrer Josef Kaiser geweiht wurde. Im Jubiläumsjahr zählte die Wehr 32 Aktive.
  • 1979-1982 erhielt die Wehr Handfunkgeräte sowie ein FUG8 für das Löschfahrzeug. Gleichzeit wurde die zentrale Sirenensteuerung installiert. Zahlreiche Geräte wurden mit Unterstützung von Bürgermeiste Gerteiser und dem Gemeinderat ersetzt bzw. neu beschafft.
  • 1975 übernahm Fridolin Wetzel sen. das Kommandantenamt. Ihm folgte dann 1978 Albert Bleichner, der aber schon 1979 wegen seiner Erkrankung sein Amt an Fridolin Wetzel jun. abgeben musste.
  • 1986 wurde unter Fridolin Wetzel jun. mit dem Aufbau einer Jugendfeuerwehr begonnen.
  • 1987 wurde die Jugendfeuerwehr gegründet.
  • 1987 konnte die Söldener Wehr ihr 40jähriges Bestehen feiern. Im selben Jahr wurde auch die stille Alarmierung mit Funkmeldeempfänger eingeführt.
  • 1988 wurde die Altersmannschaft gegründet.
  • 1991 wurde ein neues Tanklöschfahrzeug mit modernster Ausrüstung angeschafft.
  • 1992 fand die Weihe des neuern Tanklöschfahrzeuges TLF 26/24 statt.
  • 1995 wurde das neue Gerätehaus nach einjähriger Bauzeit für die Wehr fertig gestellt. Die Kosten betrugen 1,6 Millionen DM. Die Wehr leistete beim Bau 620 Stunden Eigenleistung. Bürgermeister Hubert Frei und der Gemeinderat hatten sich intensiv für die Verwirklichung der Neubaupläne eingesetzt. Das an das Rathaus angebaute Gebäude hat Platz für drei fahrzeuge, Funk und Kommandoraum, Schulungsraum, Toiletten, Duschanlage, kleine Küche und Platz für Umkleide und Werkbänke.
    Die Weihe des neuen Gerätehauses fand am 10. September 1995 durch den Pfarrer Franz Kern statt. Mit der Fertigstellung des neuen Gerätehauses ging ein langer Wunsch in Erfüllung.
    Seit 1962 haben regelmäßig Gruppen an Leistungsabzeichnen teilgenommen und dabei die erforderlichen Abzeichen in Bronze, Silber und Gold erworben.
  • 1997 feierte die Feuerwehr Sölden ihr 50jähriges Bestehen. Unter des Kommandanten Fridolin Wetzel und Stellvertreter Friedrich Scherer fand im September ein Festwochenende mit dem 10jährigen Bestehen der Jugendfeuerwehr statt. Aktuelle Mannschaftsstärke: 34 Aktive, 9 Mann Altersabteilung und 11 Jugendfeuerwehrmänner.
  • 2002 fand in Sölden das Zeltlager der Kreisjugendfeuerwehr statt. Die Jugendfeuerwehren bestritten Wettkämpfe im Pokal und Leistungsspangen und Absolvierten Lagerspiele.
  • 2004 wurde Friedrich Scherer zum Kommandanten der Wehr gewählt.
  • 2005 wurde das alte LF8 Baujahr 1972 durch eine Neubeschaffung des Löschwasserfahrzeug LF10/6 ersetzt. Das Fahrzeug ist ein Fahrgestell von Mercedes Benz und ein Aufbau der Firma Rosenbauer.
  • 2007 feierte die Wehr ihr 60jähriges Bestehen und das 20jährige Bestehen der Jugendfeuerwehr. Am 5.-6. Mai wurde unter des Kommandanten Friedrich Scherer die Jubiläen gefeiert.
  • 2007 wurde eine Bambini Gruppe gegründet. Die Gruppe ist für Kinder von 5 - 10 Jahren, um den Umgang mit der Feuerwehr und das Interesse näher zu bringen.
  • 2009 wurde unter dem Kommandanten Friedrich Scherer ein MTW von Ford von der Firma Thoma angeschafft. Der Bürgermeister Markus Riesterer und die Gemeinderäte stützten dadurch weiter die Arbeit der Wehr. Das Fahrzeug bietet Platz für 8 Personen. Dient der Wehr für Feuerwehrmänner in den Einsatz zu befördern und eine Koordinationsstelle für die Einsatz Leitung zu bieten. Des Weiteren ist ein langer Wunsch für die Nutzung der Bambini und Jugendfeuerwehr in Erfüllung gegangen, die nun ein geeignetes Fahrzeug für Proben, Zeltlager und andere Aktivitäten zur Verfügung hat.
  • 2009 übernahm Markus Hog das Amt des Kommandanten.
  • 2010 konnte am 05. Mai die Fahrzeugweihe des neuen MTW gefeiert werden. Herr Pfarrer Denoke nahm im feierlichen Rahmen die Weihe des MTW am Gerätehaus durch.
  • 2011 wurden für die Wehr neue Einsatzjacken beschafft. Die alten Jacken entsprachen nicht mehr den geforderten Normen. Durch die Anschaffung änderte sich das farbliche Erscheinungsbild von Orange auf beige. Anbieter der Einsatzjacken ist die Firma Consultiv.
    Des Weiteren galt es 2011 die Alarmierung- und Ausrücke Ordnung neu für die Feuerwehr abzustimmen. Im Weiteren stehe die Verbesserung der Zusammenarbeiten mit den Nachbarwehren als eine große Aufgabe, um die Tagbereitschaften und den Schutz aufrecht zu halten.
  • 2014 fanden Neuwahlen bei der Jahreshauptversammlung statt. Die neue Führungsriege ist Stefan Frei (Kommandant) und Michael Wetzel (stellv. Kommandant).